Colour your life

Dezember 2018

Augen auf: Der Garten im WinterAugen auf:

Der Garten im Winter

 

Winterschlaf, Winterruhe, Winterstarre - viele Tiere haben besondere Strategien entwickelt, um die kalte und nahrungsarme Jahreszeit mit einem Minimum an Energieverbrauch zu überstehen. Um Energie zu sparen, reduzieren Igel, Fledermäuse, Siebenschläfer und andere Tiere ihre Stoffwechselaktivitäten und verschlafen den größten Teil des Winters. Manch einer mag neidvoll auf jene Tiere schauen, die auf diese Weise von der kalten und dunklen Jahreszeit nicht viel mitbekommen. Der Winter hat jedoch auch seine schönen Seiten, und warm eingepackt lassen sich sonnige Wintertage draußen richtig genießen.

 

Geniale Natur

Nicht nur Tiere, auch viele Pflanzen haben sich auf den Winter eingestellt. Die sommergrünen Laubgehölze werfen im Herbst ihre Blätter ab. Aber der Laubfall ist alles andere als Verschwendung, vielmehr ziehen die Bäume und Sträucher die Nährstoffe rechtzeitig aus den Blättern und speichern sie bis zum Austrieb im nächsten Frühling. Andere Pflanzen haben spezielle Mechanismen entwickelt, um ihre Blätter oder Nadeln im Winter zu schützen: Bei immergrünen Nadelbäumen wie Eiben und Fichten ist die Oberfläche ihrer Blätter sehr klein. Außerdem haben sie eine Wachsschicht, die die Verdunstung im Winter einschränkt.

 

Signalfarbe Rot

Immergrüne Nadelbäume wie Eiben, Fichten, Tannen und Kiefern tragen im Garten dazu bei, dass der Blick im Winter nicht über eine kahle Fläche streift, sondern das Auge Halt findet - und es vielleicht sogar einiges zu entdecken gibt. Manche Nadelbäume wie die Kugel-Kiefer (Pinus nigra 'Brepo') und die malerische Zapfen-Fichte (Picea abies 'Acrocona') beeindrucken jetzt noch deutlicher als im Sommer mit ihren interessanten Wuchsformen. Die kleine Kugel-Kiefer hat von Natur aus eine runde Form und muss deshalb nicht geschnitten werden. Ganz anders die Zapfen-Fichte. Sie wächst breit kegelförmig mit bogig überhängenden Ästen und überrascht mit bis zu zehn Zentimeter langen Zapfen, die sich aus den Spitzen der Triebe entwickeln. Dazu kommt, dass die jungen Zapfen in einem eigenwilligen Rotton leuchten.

 

Roter Beerenschmuck in der Weihnachtszeit

Die Farbe Rot spielt auch bei den beerentragenden Stechpalmen eine Rolle. Sie sind auch unter den Namen Hülse oder Ilex bekannt. Die Beeren sind zumeist leuchtend rot und bilden einen schönen Kontrast zu den dunkelgrünen, glänzenden Blättern. Die Stechpalmen sind im allgemeinen immergrün, doch es gibt auch interessante Ausnahmen wie die Rote Winterbeere (Ilex verticillata), die ihre Blätter im Herbst abwirft. Diese Art hat dicht mit leuchtend roten Beeren besetzte Zweige. Sie eignen sich sehr gut für die Vase und werden auch von Floristen gerne verwendet. Auch die immergrünen Ilex sind schnittverträglich und größere Pflanzen verkraften es gut, wenn einige Zweige mit Fruchtschmuck geschnitten werden. Die meisten Ilex sind zweihäusig, das heißt dass sich männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen befinden. Wer Beerenschmuck haben möchte, sollte deshalb zusätzlich zu einer weiblichen Pflanze eine männliche als Pollenspender zu pflanzen. Es gibt auch einige Ilexsorten, die ohne Partner viele Früchte tragen, wie zum Beispiel den Ilex 'J.C. van Tol'.

 

Leuchtkraft im Winter

Im winterlichen Garten ist die Kombination von Pflanzen mit Blättern oder Nadeln in unterschiedlichen Farbtönen sehr wirkungsvoll. Die Goldgelbe Strauch-Eibe (Taxus baccata 'Semperaurea') z.B. kommt sehr gut vor höher wachsenden, dunkelgrünen Immergrünen zur Geltung. Die jungen Nadeln dieser Eibe leuchten goldgelb. Später wandelt sich das Gelb zu einem frischen, grüngelben Farbton, der auch im Winter erhalten bleibt. Wichtig ist, dass diese Eibe an einem hellen Standort wachsen kann, denn im Schatten würden ihre Nadeln stark vergrünen. Sie wächst sehr langsam und kann sowohl einzeln als auch in Gruppen farbliche Akzente setzen.

 

Blüten, die der Kälte trotzen

Auch in der kalten Jahreszeit kann man im Garten blühende Pflanzen entdecken. Von der Bunten Lenzrose (Helleborus-Orientalis-Hybriden) beispielsweise gibt es zahlreiche Sorten, die mit ihren schönen, einfachen oder gefüllten Blüten von Februar bis April Farbe und Abwechslung in den Garten bringen. Diese pflegeleichten und langlebigen Stauden werden etwa 25 bis 40 cm hoch und benötigen für ihre gute Entwicklung halbschattige bis schattige Gartenecken, z.B. unter lichten, laubabwerfenden Sträuchern. Das Spektrum der Blütenfarben ist sehr groß und reicht von Weiß über gelblich-grüne Farbtöne und Rosarot bis zu dunklem Purpurrot. Bei manchen Lenzrosen sind die Blüten mehrfarbig und bieten ein schönes Farbenspiel: Die helleren Blütenblätter haben z.B. winzig kleine Flecken oder Linien, dunklere Blüten faszinieren mit helleren, kontrastreichen Staubgefäßen. So hat der Garten, wenn er gut geplant wurde oder jetzt noch, zur besten Pflanzzeit, mit entsprechenden Gehölzen oder Stauden ergänzt wird, auch in der kalten Jahreszeit viel zu bieten. (Quelle: PdM)

 

Ihr Team vom Garten-Fachmarkt Helmstetter

Oktober 2018

Richtig planen - richtig pflanzen: Dauerhaft Freude am GartenRichtig planen - richtig pflanzen:

Dauerhaft Freude am Garten

 

Erlaubt ist, was gefällt - dieses Motto gilt nahezu uneingeschränkt auch im Garten. Die riesige Auswahl an Stauden, Gehölzen und Blumenzwiebeln lädt im Herbst dazu ein, aktiv und kreativ zu werden! Denn was jetzt noch vor dem ersten Frost in den Gartenboden kommt, bildet feine Wurzeln, mit denen sich die Pflanzen schon früh im nächsten Jahr mit den nötigen Nährstoffen versorgen können. Ein wahrer Entwicklungsvorsprung! Doch damit auch gedeiht, was gefällt, ist vor dem Pflanzen eine sorgfältige Planung nötig. Leicht herrscht Chaos im Beet, wenn zu viel, zu groß oder zu eng gepflanzt wird. Auch das Klima und die Bodenart bestimmen, was in den Garten passt. Bei großen Herausforderungen, wie z.B. einer Hanglage des Gartens, helfen Landschaftsgärtner, damit Pflanzen nicht unterspült werden oder ungesichertes Erdreich abrutscht. Die Fachleute für den Garten kennen überdies Tricks, die kleine und schmale Gärten optisch größer machen und ihnen mehr Struktur und Abwechslung verleihen. Auch auf den Hausbaum müssen die Besitzer eines kleinen Gartens nicht verzichten - solange der richtige gewählt wird, der eine zum Haus passende Krone ausbildet. Bewährt haben sich zum Beispiel Kugel-Ahorn (Acer platanoides 'Globosum'), Kugel-Trompetenbaum (Catalpa bignonioides 'Nana'), Säulen-Kirsche (Prunus serrulata 'Amanogawa'), Eberesche (Sorbus) und Zierapfel (Malus). Auch viele Sträucher können in wenigen Jahren ungeahnte Dimensionen erreichen und müssen dann wieder mit oft großem Aufwand herausgenommen werden - schade drum! Besser ist es, sich von Anfang an für die Pflanzen zu entscheiden, die dem eigenen Garten auf lange Sicht gut tun.

 

Boden ist nicht gleich Boden

Um festzustellen, welche Beschaffenheit der Boden im eigenen Garten hat, reicht in der Regel eine Handprobe. Im Garten sind drei Bodentypen vorherrschend: Sandböden, Lehmböden und Tonböden. Ideal sind Lehmböden: Sie speichern Nährstoffe und Wasser gut, ohne Staunässe zu bilden. Lehmige Böden lassen sich leicht mit Tonböden verwechseln. Ein sicheres Kriterium ist die Struktur: Nimmt man lehmigen Boden in die Hand, ist er erheblich krümeliger als Tonboden, der schwerer und wasserundurchlässiger ist. Daher bildet sich in tonigen Böden leicht Staunässe - kritisch für empfindliche Wurzeln! Tonböden sollten im Herbst gelockert werden. Manchmal sind auch Drainagerohre zur Entwässerung ratsam. Wer schwere, nasse Tonböden im Garten hat, sollte eine so genannte Bodenverbesserung vornehmen lassen, am besten vom Fachmann. Gehölze, die tonige Böden vertragen, sind Kastanie (Castanea), Hartriegel (Cornus), Weißdorn (Crataegus), Stechpalme (Ilex) und Vogelkirsche (Prunus avium). Im Staudenbeet sorgen zum Beispiel Aster, Prachtspiere (Astilbe), Silberkerze (Cimicifuga simplex), Sonnenbraut (Helenium), Sterndolde (Astrantia) und Sonnenhut (Rudbeckia) auch auf tonigen Böden für leuchtende Farben. Sandböden hingegen sind leicht und können daher Wasser und Nährstoffe nicht so gut speichern. Auf sandigen Böden wachsen Gehölze wie Felsenbirne (Amelanchier), Ahorn (Acer), Berberitze (Berberis), Kreuzdorn (Rhamnus) und Hainbuche (Carpinus betulus). Damit Pflanzen nicht so schnell austrocknen, lassen sich Sandböden durch das Einarbeiten von Humus verbessern.

 

Von Wind und Schatten

Doch nicht nur die Bodenqualität ist entscheidend für eine richtige Pflanzplanung. Einen großen Einfluss haben auch die Lichtverhältnisse. Viele Pflanzen sind geradezu sonnenhungrige Schönheiten, aber es gibt auch Plätze im Garten, an denen die Sonne kaum hinreicht. Muss sie auch nicht! Schließlich ziehen sich einige Stauden lieber in den Schatten zurück. Zu ihnen gehören Tränendes Herz (Dicentra spectabilis) und Schlüsselblume (Primula). Grünes Licht im Schatten geben überdies Blattschmuckstauden, zum Beispiel Funkie (Hosta) und Bergenie. Mit den richtigen Bodendeckern kombiniert, wie dem kriechenden Efeu (Hedera helix), weben sie wunderschöne Teppiche und im Frühjahr färbt das Immergrün (Vinca) den Boden mit blauen oder violetten Blüten. Auf kleinen Flächen sollten verschiedene Arten von Bodendeckern aber nicht durcheinander gepflanzt werden. In vielen Gärten gibt es außerdem ungemütliche Windecken, die man am besten durch das Pflanzen einer Windschutzhecke aus Feldahorn (Acer campestre), Hainbuche (Carpinus betulus) oder Geißblatt (Lonicera) beruhigt.

 

Blütenreigen im Schnee

Der schönste Garten ist der, in dem es das ganze Jahr hindurch Schönes zu entdecken gibt. Dies gelingt, wenn man beim Pflanzen auch Wuchscharakter, Blattschmuck, Herbstfärbung und natürlich die verschiedenen Blütezeiten mit einbezieht. Manche Pflanzen trotzen mit ihren Blüten sogar dem Winter! Zu den schönsten gehört die Schneerose (Helleborus niger), die schon im Januar ihre weißen oder manchmal rötlich getönten Blüten zum kalten Himmel reckt. Zwei weitere Frühstarter sind im Februar der rosa, weiß oder rot blühende Seidelbast (Daphne) und die Zaubernuss mit ihren zarten, gedrehten und meist leuchtend gelben Blüten. Auch der Duftschneeball (Viburnum farreri) kann den Frühling nicht erwarten: Erfreute er mit seiner weißen, gelegentlich rosa überhauchten Blütenfülle schon im November, legt er früh im März noch einmal nach. Von Dezember an bis in den April leuchten die gelben Blüten des Winterjasmins (Jasminum nudiflorum) im winterlichen Garten.
Wer es klug anstellt und seinen Garten mit Bedacht plant und bepflanzt, wird mit blühender Vielfalt und gesundem Grün belohnt - und zwar an jedem Tag des Jahres. (Quelle: PdM/BGL)

 

Ihr Team vom Garten-Fachmarkt Helmstetter

August 2018

Mit dem Charme vergangener Zeit: NostalgierosenMit dem Charme vergangener Zeiten:

Nostalgierosen

 

Die Rose gilt als die Königin der Blumen. Ihre Blüten sind so eindrucksvoll und schön, dass auch andere, ganz unterschiedliche Pflanzen sich mit ihrem Namen schmücken, wie Pfingst-, Stock-, See- und Christrosen. Doch die echte Rose selber zeigt sich abwechslungsreicher: Einige Rosen haben einfache, ursprünglich aussehende Blüten, die sich so weit öffnen, dass die gelben Staubgefäße deutlich zu sehen sind. Andere besitzen sehr edel anmutende Blüten, in denen sich ein Blütenblatt elegant um das andere legt, als ob sie das Innere der Blüte vor neugierigen Blicken schützen wollten. Manche Rosen haben so viele Blütenblätter, dass sie dichte Bälle bilden - eine üppige und romantische Blütenpracht, die an vergangene Zeiten erinnert und wie ein Gemälde wirkt. Einige dieser Sorten wuchsen vielleicht schon in den Schlossgärten der Kaiserin Joséphine, der Ehefrau Napoleons, die um 1800 die größte Rosensammlung ihrer Zeit besaß.

 

Duft und zarte Farben

Die opulenten Blüten der sogenannten Alten Rosen, also jener Sorten, die bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden sind, haben eine besondere Ausstrahlung. Dicht mit Blütenblättern gefüllt, wecken sie Assoziationen an üppige Ballkleider und man kann sich diese Rosen gut in alten Bauern- oder Cottagegärten vorstellen. Den Charme der alten Sorten kombinieren manche Rosenzüchter heutzutage mit der Robustheit moderner Rosen, so dass viele neue, sehr romantische Rosen entstanden sind. Gemeinsam mit den Alten Rosen bilden sie die Gruppe der Nostalgierosen. Ihre Blütenfarben reichen von Weiß über Gelb, Rosa und Rot bis hin zu Violett und es gibt viele sanfte Pastelltöne, wie sie bei anderen Sorten kaum zu finden sind. Viele dieser Rosen duften angenehm. Während der Duft in den letzten Jahrzehnten bei der Rosenzüchtung vernachlässigt wurde, wird heute wieder viel mehr auf diese besondere Eigenschaft geachtet. Auch die Fähigkeit, mehrmals im Jahr zu blühen, und insbesondere die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen spielen bei den neuen Nostalgierosen eine große Rolle.

 

Unterschiedliche Wuchsformen und -höhen

Traditionell werden Rosen in verschiedene Klassen eingeteilt. So gibt es zum Beispiel Strauch-, Beet- und Kletterrosen. Nostalgierosen sind keine eigenständige Rosenklasse. Die Gemeinsamkeit dieser Rosen ist nicht der Wuchscharakter, sondern die Romantik ihrer dichtgefüllten Blüten. Deshalb finden sich in dieser Gruppe sowohl Kletterrosen als auch kleinbleibende Beetrosen. So lassen sich Rosen mit nostalgischem Flair für unterschiedliche Verwendungszwecke und Gartengrößen finden. Als Schnittblumen kommen sie wunderbar in romantischen Blumensträußen zur Geltung. Relativ groß ist die Gruppe der strauchförmig wachsenden Nostalgierosen. Viele von ihnen werden bis etwa zwei Meter hoch - ideal, um an ihren schönen, oft duftenden Blüten zu schnuppern und sie von Nahem zu bewundern. (Quelle: PdM)

 

Ihr Team vom Garten-Fachmarkt Helmstetter

November 2018

Der Herbst spielt mit Formen und FarbenDer Herbst spielt mit Formen und Farben

Gartenfinale mit Gräserzauber

 

In den windigen Herbstmonaten bitten sie anmutig auf dem Gartenparkett zum Tanz: Ziergräser in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Größen. Charmant bezaubern sie durch ihre Leichtigkeit und Transparenz, wiegen ihre graziösen Blütenähren und Blätter im Wind oder zeigen sich verspielt in kuscheligen Polstern. Es sind ihre zarten Strukturen und ihre bewegte Leichtigkeit, die Gräser so beliebt machen. Die zu den Blütenpflanzen zählenden Gartenbewohner vereinen ihre kleinen, zumeist unscheinbaren Blüten zu federartigen Rispen, zu nickenden oder aufrechten Ähren. Ihr Charme ist unaufdringlich und ihre stille Schönheit will erst entdeckt werden. Jetzt im Herbst zeigen sich Ziergräser von ihrer schönsten Seite: Ist die Blüte auch oft schon vorüber, verfärben sich viele Gräser zu warmem Gold, bevor sie sich im Winter in eine Decke aus Raureif oder Schnee hüllen. Reizvoll ist zum Beispiel das Farbspektakel der Rutenhirse (Panicum virgatum). Sie trägt zu anderen Jahreszeiten Grün, legt jedoch im Herbst je nach Sorte ein ockergelbes, kupferrotes oder sogar dunkelviolettes Festkleid an. Andere prächtige Ziergräser bezaubern im Herbst mit einer späten Blüte, die bis in den November reicht. Hierzu gehören Riesen-Pfeifengras (Molinia arundinacea), Pampasgras (Cortaderia selloana) und Chinaschilf (Miscanthus sinensis). Ganzjährig Farbe bekennen bunt belaubte Sorten, wie die Fuchsrote Segge (Carex buchananii), der gelbe Gras-Kalmus (Acorus gramineus) oder der silbergraue Blau-Schwingel (Festuca glauca). Obwohl so leicht und grazil, sind Ziergräser wahre Lebenskünstler: Sie sind fast alle erstaunlich robust und pflegeleicht und nur wenige benötigen einen leichten Winterschutz.

 

Zebra und Silberfeder

Eines der bekanntesten und vielfältigsten Gräser ist das Garten-Chinaschilf (Miscanthus sinensis). Je nach Art und Sorte erreicht sein horstig-aufrechter Wuchs eine Höhe von bis zu drei Metern. Es stammt ursprünglich aus Asien, genauer aus China, Japan, Korea und Taiwan. Bei enger Pflanzung eignen sich höher wachsende Arten im Garten gut als Sichtschutz. Eine schöne Sorte ist beispielsweise Miscanthus 'Variegatus'. Seine Blätter schmücken sich mit grün-weißen Längsstreifen. Dekorative Streifen trägt auch Miscanthus 'Strictus'. Wegen der grün-gelben Querstreifen wird es auch Zebragras genannt. Die Miscanthus-Sorte 'Zebrinus' hat ebenfalls grün-gelbe Querstreifen. Manche Chinaschilf-Arten wachsen überhängend und machen sich gut als Mittelpunkt in einem Beet. Die aufrecht wachsenden Arten sind ideal für kleine Gärten. Flammend rotbraunes Laub und rote Blüten an rotem Stiel trägt im Herbst Miscanthus 'Malepartus'. Üppigen und beeindruckend silberfarbigen Blütenflor bildet bis in den Dezember hinein Miscanthus 'Silberfeder'. Chinaschilf gedeiht am besten an einem Platz in der Sonne und bevorzugt feuchte, durchlässige Böden.

 

Warme Farben für kalte Tage

Riesige, silbrigweiße, federartige Blütenbüschel trägt das Pampasgras, das auch mit rosafarbenen Blüten und buntem Laub erhältlich ist. Für kleinere Gärten eignet sich das Zwergpampasgras (Cortaderia selloana 'Pumila'), das im Vergleich zur Art relativ klein bleibt, aber mit Blüten noch 1,5 Meter hoch werden kann. Nur zehn Zentimeter über den Boden erhebt sich das Bärenfell-Gras (Festuca gautieri). An einem sonnigen Platz im Garten gedeiht das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides), wo es bis in den Oktober hinein silberbraune bis rötliche Blütenähren hervorbringt, die wie kleine Lampenputzer anmuten. Da es sich im Herbst goldgelb verfärbt, wirkt es besonders schön in Rabatten mit herbstfärbenden Gehölzen. Ebenfalls zu den Gräsern gehört der immergrüne Bambus, der mit seinem lockeren und beschwingten Wuchs ganzjährig eine fernöstliche Atmosphäre in den Garten zaubert.

 

Gute Teamplayer

Die meisten Ziergräser bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte. Niedrige Gräser, die nicht höher als einen halben Meter wachsen, kommen sehr gut an Beeträndern und in Heidepflanzungen zur Geltung, betonen verwunschene Treppen oder schmücken Eingangsbereiche. Mittelhohe Gräser bis zu einem guten Meter wirken in lebhaften Staudenrabatten beruhigend und sind ein effektvoller Hintergrund für Pflanzen mit auffälligen Blüten. Großwüchsige Arten sind überdies ein toller Blickfang mitten im Rasen oder eignen sich als Sichtschutz an der Terrasse. Am Rand eines Gartenteiches sind Sumpfgräser, Seggen, Binsen und Rohrkolbengewächse gut aufgestellt, um frische Akzente zu setzen. Ob zierliche Bodendecker oder ornamentale Riesen: Ziergräser sind überaus vielseitig, ihre Schönheit ist elegant und filigran und ihnen wohnt ein besonderer Zauber inne. 

 

Tipps:

Die meisten Ziergräser sollten im Herbst nicht zurückgeschnitten werden. So sind die Pflanzen besser vor der winterlichen Kälte geschützt und bieten zudem Vögeln und Insekten bis zum Frühjahr Schutz und Nahrung. Auch der Mensch hat etwas davon: Schnee oder Raureif verwandeln Gräser und deren Blütenstände in kleine, weiße Kunstwerke. Es gibt aber einige Gräser, bei denen ein Schnitt im Herbst sinnvoll sein kann: Bei der Riesen-Segge (Carex pendula) und einigen Chinaschilf-Sorten zum Beispiel wird durch das Entfernen der Samenstände die Selbstaussaat vermieden. Am besten fragt man den Fachmann oder die Fachfrau schon beim Kauf von Gräsern nach dem besten Schnittzeitpunkt. 

Einige Gräser benötigen einen leichten Winterschutz. Eine wirksame und dabei ganz einfache Methode ist das Zusammenbinden der Gräser, so dass Niederschläge außen ablaufen und die Pflanzen nicht zu viel Nässe ausgesetzt sind.  (Quelle: PdM)

 

Ihr Team vom Garten-Fachmarkt Helmstetter

September 2018

Rosen und Stauden: Eine Lebensgemeinschaft voller CharmeRosen und Stauden:

Eine Lebensgemeinschaft voller Charme

 

In der Natur wachsen Rosen oft gemeinsam mit Stauden und Gräsern, und in Gärten sieht man die Königin der Blumen auch mit ihrem Hofstaat. Beete oder Vorgärten sind häufig mit Lust an der Vielfalt angelegt. Hier bilden Rosen mit Stauden und Gräsern und vielleicht auch Sträuchern und Kletterpflanzen eine bunte Gemeinschaft, die Lebensfreude und Natürlichkeit ausstrahlt. Wenn so ein abwechslungsreiches Ensemble gut geplant oder sogar von Fachleuten zusammengestellt und gepflanzt wurde, erfreut es Jahr für Jahr aufs Neue.

 

Blütenmarathon durch Pflanzenvielfalt

Eine große Bandbreite verschiedener Pflanzen hat auch den Vorteil, dass sich ein Beet fast das ganze Jahr über verändern kann und neue Eindrücke bietet. Es sind immer wieder andere Pflanzen, die für Abwechslung sorgen, selbst wenn die Rosen nicht blühen. Schon lange bevor sie austreiben, zeigen die ersten Zwiebelblumen ihre Blüten, gefolgt von den im Frühjahr und Sommer blühenden Stauden. Im Spätsommer und im Herbst ziehen auch viele Gräser die Blicke an. Gräser haben im Allgemeinen keine spektakulären oder farbintensiven Blüten, doch mit ihrem filigranen Wuchs bringen sie Leichtigkeit und Ruhe in den Garten. Die länglichen, schmalen Blätter bieten außerdem einen schönen Kontrast zu dem Blattwerk von Rosen und Stauden.

 

Verführerisch vom Frühjahr bis zum Herbst

Je nachdem, wie viel Platz zur Verfügung steht, kann man Rosen mit unterschiedlichen Wuchsformen und Blütezeiten kombinieren, um sich so über einen besonders langen Zeitraum an ihrer Schönheit und ihrem Duft zu erfreuen. Den Anfang machen die im Mai blühenden Frühlingsrosen, gefolgt von Beet- und Strauchrosen, die im Sommer und auch im Herbst noch blühen. Bei Rosen denkt man in erster Linie an ihre schönen Blüten. Es lohnt sich jedoch, bei der Auswahl auch noch einen ganz anderen Aspekt im Blick zu haben: die auffallenden und zierenden Hagebutten, mit denen sich manche Rosen im Spätsommer und im Herbst schmücken. Selbst wenn nur ganz wenig Platz zur Verfügung steht, braucht man auf die Königin der Blumen nicht zu verzichten, denn Kletterrosen benötigen nur wenig Grundfläche. Je nachdem, wie wuchsfreudig die ausgewählte Sorte ist, kann sie die Haustür oder ein Fenster umrahmen, eine ganze Wand begrünen oder sogar in einen Baum hineinklettern.

 

Konkurrenz vermeiden

Um über viele Jahre Freude an robusten Rosen, z. B. aus dem ADR-Rosen-Sortiment, und ihren Begleitern zu haben, müssen die Standortansprüche der Pflanzen berücksichtigt werden. Das heißt für Rosen: hell, sonnig und luftig. Wichtig ist auch, dass sie nicht in den Traufbereich großer Bäume gepflanzt werden. Rosen sollten nach einem Regenschauer schnell abtrocknen können, damit sich feuchtigkeitsliebende Pilze erst gar nicht auf den nassen Blättern ansiedeln.
Die Wahl der richtigen Rosenkavaliere erfordert zusätzliches Fachwissen, denn Stauden und Gräser sollen die Rosen über viele Jahre begleiten, ohne dass es zwischen ihnen zur Konkurrenz um Nährstoffe und Licht kommt. Die Wuchsstärke spielt ebenfalls eine große Rolle, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig verdrängen. Es ist spannend, die Entwicklung eines Beetes zu verfolgen.
Man kann die Zusammenstellung und Pflanzung aber auch dem Fachmann, z. B. dem Landschaftsgärtner, überlassen, um auf der sicheren Seite zu sein. Er kennt die Ansprüche und die Wuchskraft der verschiedenen Rosenbegleiter und bezieht Aspekte wie Farbwirkung, Wuchsform und Höhe in die Gestaltung mit ein.

 

Starke Farben

Stauden mit blauen Blüten wie Rittersporn und Eisenhut sind klassische Begleiter für Rosen, denn diese Blütenfarbe kommt bei ihnen nicht vor. Besonders eindrucksvolle Farbkombinationen sind Blau und Rosa sowie Blau und Gelb. Kontrastreiche Partner für rot blühende Rosen sind Stauden mit gelben Blüten wie zum Beispiel Frauenmantel (Alchemilla), Mädchenauge (Coreopsis) und viele Sonnenbraut-Sorten (Helenium). Die Sonnenbraut, die „Staude des Jahres 2008", ist pflegeleicht und bringt je nach Sorte bis in den September hinein Farbe in den Garten. Sie liebt genau wie die Rosen einen sonnigen Standort. Lavendel passt mit seinem graugrünen Laub und den violetten Blüten ebenfalls gut zu Rosen. Auch aus einem anderen Grund ist er empfehlenswert: Ihm wird nachgesagt, dass er Blattläuse von Rosen fernhält. So gewinnt die Königin der Blumen in vielerlei Hinsicht durch ihre Partner und bleibt durch den passenden Hofstaat über einen langen Zeitraum attraktiv und interessant. (Quelle: PdM)

 

Ihr Team vom Garten-Fachmarkt Helmstetter

Juli 2018

Pflanzen mit mediterranem FlairDie Blätter sind der Clou:

Pflanzen mit mediterranem Flair

 

Pflanzen mit silbriggrauen Blättern haben eine sehr angenehme Eigenschaft - sie wecken Urlaubsgefühle, selbst wenn sie weit entfernt vom sonnenverwöhnten Mittelmeer wachsen. Lavendel und Olivenbäume sind typische Pflanzen für den mediterranen Raum, und man sieht es auch ihren Blättern an: Sie haben eine feine, silbriggraue Behaarung - ein wichtiger Verdunstungsschutz und somit ein Überlebensvorteil für diese Pflanzen, wenn sie mit wenig Wasser auskommen müssen. Feine Härchen halten die Feuchtigkeit fest und die silbrige Färbung reflektiert das Licht. Auch eine Wachsschicht auf den Blättern oder eine Verkleinerung der Blätter sind Strategien, mit denen sich Pflanzen vor zu hoher Verdunstung schützen. Weil diese Merkmale eine Anpassung an sonnige Standorte sind, vertragen diese Pflanzen Hitze und Trockenheit im Garten oft relativ gut. Sie gedeihen am besten auf gut dränierten Böden ohne Staunässe.

 

Viele Gestaltungsmöglichkeiten

Das Farbspektrum der Grau- und Silbertöne reicht von hellen, silbergrauen Blättern wie bei dem Woll-Ziest (Stachys byzantina 'Silver Carpet') bis hin zu silbriggrünen und blaugrauen Blättern. Gehölze und Stauden mit hellen, silbrigen Blättern bieten interessante gestalterische Möglichkeiten: Sie lassen den Garten geradezu leuchten. Diese Pflanzen können auch als Ausgleich und zur Neutralisierung zwischen Gehölzen oder Stauden mit starken Farbkontrasten gepflanzt werden. Außerdem sind sie ein schöner Hintergrund für Pflanzen mit kräftigen, dunklen Blattfarben, die dann sanfter wirken.

 

Hart im Nehmen

Doch nicht alle Pflanzen mit Blättern in silbrigen oder grauen Nuancen haben ihren natürlichen Standort in wärmeren Regionen, auch manche in Mitteleuropa verbreitete Pflanze schützt sich auf diese Weise vor übermäßigem Wasserverlust. Der Sanddorn (Hippophae) beispielsweise ist ein sehr robuster großer Strauch oder kleiner Baum mit silbriggrauen Blättern. Er wächst oft auf nährstoffarmen, leichten Böden in Küstennähe, wo er Wind und salzhaltiger Seeluft ausgesetzt ist. Auch unter solchen Umständen kann ein Verdunstungsschutz in Form feinster grauer Härchen auf oder unter den Blättern für die Pflanze überlebenswichtig sein. Dies trägt dazu bei, dass sie an Standorten wachsen, auf denen viele andere Pflanzen nicht existieren könnten.

 

Botanische Vielfalt

Interessante Pflanzen für einen Garten, in dem silbrige und graue Farbtöne vorherrschen, sind unter anderem Blauraute (Perovskia) und Katzenminze (Nepeta). Sie haben blaue bis violette Blüten, die einen schönen Kontrast zu den silbriggrauen bis graugrünen Blättern bilden. Bartblumen (Caryopteris) und einige Ölweiden-Arten (Elaeagnus) passen ebenfalls gut in einen „silbernen" Garten. Auch die Weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia) hat silbriggraue bis silbriggrüne Blätter. Sie sind länglich-schmal und erinnern in der Tat an Weidenblätter. Im Herbst bleiben sie relativ lange an den Zweigen haften. Die Früchte sind kleine, nur zwei bis drei Zentimeter große Birnen. Die Weidenblättrige Birne ist ein robuster, kleiner Baum, der Hitze und Trockenheit relativ gut verträgt. Mit seinem silbrigen Blattwerk und den oft malerisch überhängenden Zweigen passt er gut in einen Garten im mediterranen Stil, in Gräser- und Staudengärten, zu Rosen oder vor dunklere Gehölze. (Quelle: PdM)

 

Ihr Team vom Garten-Fachmarkt Helmstetter

Die Ess Klasse

Routenplaner

Startadresse:

Kontakt

Helmstetter GmbH
Garten-Fachmarkt und Baumschule
Flurbereinigungsweg 3
D - 63868 Großwallstadt
 
 
Telefon: 06022 / 66 21 - 0
Telefax: 06022 / 66 21 - 45
 
 

Öffnungszeiten

Juni bis Februar
Montag - Freitag     8 bis 18 Uhr
Samstag                9 bis 14 Uhr
 
März/April/Mai
Montag - Freitag     8 bis 18 Uhr
Samstag                9 bis 15 Uhr
 

An Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr zum Spazierengehen geöffnet,

jedoch keine Beratung und kein Verkauf.

Garten-Newsletter


Zum Abonieren unseres Garten-Newsletters, füllen Sie bitten die folgenden Felder aus:


catchme refresh

Joomla Extensions powered by Joobi

Facebook

Facebook

besuchen Sie uns auch auf
Facebook

Veranstaltungen

Hubertusmarkt

am So, 25. Oktober 2020

Weihnachtsbaumverkauf

vom Do, 26. November 2020 bis Do, 24. Dezember 2020

Winterpause

vom Mo, 28. Dezember 2020 bis So, 17. Januar 2021
00:00 h - 00:00 h